Willkommen in Chimborazo, im Herzen von Ecuador

… hier lebt Julio!

Zusammen mit seiner Familie, Vater Segundo, Mutter Maria Josefina und seinen Brüdern Vinicio & Widinson.

Die Großfamilie lebt in einem sehr ländlich geprägten Raum, in einem kleinen Ziegelhaus, wo noch mit Holz gekocht wird. Die Strecken in Ecuador sind sehr weit. Allein zur Schule ist Julio gut 45 Minuten unterwegs.

Ist er einmal ernsthaft erkrank, ist er und seine Familie fast zwei Stunden unterwegs – je nach dem, wie gut der Weg beschaffen ist. Aber: Julio ist nur selten krank und hatte bisher keine schweren Erkrankungen.

Ein Blick ins Land

Chimborazo erstreckt sich über zwei Provinzen: Chimborazo und Bolivar. Beide Provinzen befinden sich im zentralen Hochland von Ecuador, auf einer Höhe von 2.600 bis 4.500 Metern über dem Meeresspiegel. 95 % der Bewohner gehören der indigenen Bevölkerung an und die restlichen 5 % sind Mestizen; die meisten leben auf dem Land.

Ihre Muttersprache ist Kichwa, aber sie sprechen auch Spanisch. Frauen tragen ,anacos‘ (Röcke), Stoff­hüte, Halsketten und Armreifen – die Männer tragen zumeist Ponchos und Wollhosen.

Die Häuser sind aus Holz und Lehmziegeln und mit Stroh aus den Mooren gedeckt und manche sind aus Zement und Backstein gebaut– haben sogar Zinkdächer.

Im Durchschnitt bestehen die Familien aus vier Personen. 81 % der Bevölkerung haben Elektrizität, 44 % sind an das Trink­wassernetz angeschlossen und 92 % besitzen keine Kanalisation. Die meisten Kinder und Jugendlichen (93,6 %) sind arm. 75,84 % von ihnen leben in extremer Armut.

Die Haupteinnahmequellen der Familien sind Landwirt­schaft und Viehzucht. Sie bauen Kartoffeln, Bohnen, Gerste, Weizen, Mais und Erbsen an und produzieren auch Milch und Käse.

Die staatlichen Stellen unternehmen Anstrengungen, um die Qualität der Angebote in den Bereichen Gesundheit, Bildung und Sozialwesen zu verbessern. Allerdings haben Familien in ländlichen Regionen nur begrenzt Zugang zu diesen Leistungen.

Die Mädchen und Jungen brauchen im Durchschnitt zwei Stunden pro Tag, um zu Fuß zur Schule und wieder zurück zu laufen. Einige Jugendliche besuchen leider keine weiterführende Schule.

Gründe hierfür sind die hohe Migrationsrate, eine frühe Heirat, Arbeit und die Tatsache, dass sich die meisten Bildungsinstitutionen in den Städten befinden.

Unser Engagement

Auch wenn 96 % der Mädchen und Jungen Zugang zu Schulen haben (Statistik 2010), stellt die Qualität der Bildung eine Herausforderung dar: Die Lehrkräfte sind nicht ausreichend qualifiziert.

Infrastruktur und Aus­stattung sind in schlechtem Zustand und die Väter und Mütter sind wenig oder gar nicht in die schulischen Aktivitäten ihrer Söhne und Töchter eingebunden.

Dies führt zu Lernproblemen, schwachen Leistungen und der begrenzten Entwicklung von Fähigkeiten, die den Mädchen und Jungen ein besseres Leben ermöglichen könnten. Deshalb unterstützen wir Julio auf seinem Weg in eine positive Zukunft!